Bummeln und Shoppen

Reiseführer Köln – Rund um den Neumarkt

Der zweite Tag – Bummeln und Shoppen

Ob exklusive Mode rund um die Mittelstraße oder hippe Shops in der Ehrenstraße, ob bekannte Mode- und Geschäftsketten in Schildergasse und Hohe Straße oder Jungdesigner im Belgischen Viertel, in der Kölner Innenstadt kann man ohne Ende bummeln und shoppen.

Schildergasse und Hohe Straße

In der Fußgängerzone von Schildergasse und Hohe Straße, die vom Neumarkt zum Hauptbahnhof führt, laden Mode- und Warenhäuser sowie Filialen internationaler Ketten zum Schauen und Kaufen ein. Hier drängeln sich zu jeder Jahres- und Tageszeit die Passanten. Architektonischer Blickfang ist das Weltstadthaus des Stararchitekten Renzo Piano, das Ähnlichkeit mit einem gläsernen Wal hat, in dem Peek & Cloppenburg auf vier Etagen ein riesiges Angebot präsentiert.
(Schildergasse 65-67)
Eine besondere Attraktion nicht nur für Kinder ist der Lego Store auf der Hohe Straße, in dem man nach Herzenslust die bunten Steine verbauen kann.
(Hohe Straße 68)

„3 Tage in“: Mach mal Pause

Ob zum Frühstück oder zum Snack, am liebsten aber zu den feinen Törtchen und anderen Patisserien, das Café Törtchen Törtchen führt alle Süßmäuler in den siebten Himmel.
Apostelnstraße 19
Mo-Sa 9-19 Uhr,
So 10-18 Uhr
www.toertchentoertchen.de

Mittel- und Ehrenstraße

Wer Exquisites und Ausgefallenes sucht oder einfach nur gucken und bummeln möchte, ist auf der Mittel- und der Pfeilstraße westlich des Neumarkts bestens aufgehoben. In der teuersten Einkaufsstraße Kölns und ihren Nebenstraßen reihen sich die exklusive Modeläden und extravagante Shops aneinander. Zu einem Bummel durch internationale Luxuslabels lädt der knallpinke Tunnel ein, der zum Apropos Concept-Store führt (Mittelstraße12).
Über die Apostelnstraße, in der es noch so traditionsreiche Läden wie Filz Gnoss (Nr. 21) oder Wild-Geflügel Brock (Nr. 44) gibt, führt der Weg in die Ehrenstraße, wo sich zwischen schrillen Läden und Szeneshops viele Labelstores niedergelassen haben. Egal ob für Esoteriker, Schuhfetischisten oder für die Freunde des Kitschs – man findet einfach alles. „Sehen und gesehen werden“ lautet das Motto der Einkaufsmeile, die besonders junge Menschen lieben. Wer sich mehr für Kunst und Antiquitäten interessiert, trifft in der St.-Apern-Straße rund um die Kreishausgalerie auf zahlreiche Galerien und Antiquitätengeschäfte.

Im Belgischen Viertel

Abseits des Mainstreams lässt sich im Belgischen Viertel rund um die Kirche St. Michael shoppen. In den schönen Altbauten haben sich viele junge Modedesigner und Schmuckateliers niedergelassen. Zwischen zahlreichen kleinen Cafés und Restaurants findet man viele ausgefallene Shops, die seltene Labels, Schallplatten, Bücher, Papeterien, Geschenke und vieles mehr verkaufen.

4711

Kölns bekannteste Hausnummer:
Zu jeder vollen Stunde ertönt ein Glockenspiel an der neugotischen Fassade des Hauses in der Glockengasse, das wohl Kölns bekannteste Hausnummer besitzt: 4711. Damit verbindet jeder das weltbekannte Eau de Cologne, das seinen Markennamen den Franzosen verdankt. Während der Besatzung hatten diese nämlich alle Häuser der Stadt fortlaufend nummeriert und dem Stammhaus der alten Firma Mühlens (1994 an den Wella-Konzern verkauft) die Nummer 4711 gegeben.

Die Ringe

Ehemals Flaniermeile Nr. 1: Im späten 19. Jahrhundert war der Ring, der halbkreisförmig um die Innenstadt verläuft, eine der beliebtesten Einkaufsstraßen der Stadt. Als Köln im Zeitalter der Industrialisierung aus allen Nähten zu platzen drohte, hatte man 1881 die mittelalterlichen Stadtmauern abgerissen und auf dem Gelände nach Pariser und Wiener Vorbild einen großzügigen Boulevard mit Alleen, Brunnen und Denkmälern angelegt. Heute erinnert nur noch der neu gestaltete Bereich am Kaiser-Wilhelm-Ring an diese Zeiten.

Konrad Adenauer

An der Nordseite von St. Aposteln erinnert ein Denkmal an den Kölner Oberbürgermeister und ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876–1967), der für seine oft recht eigenwilligen Methoden, Dinge durchzusetzen, berühmt geworden ist. Während seiner Amtszeit (1917–1933) wurden die Universität neu gegründet, die Messe, die Mülheimer Brücke und die Köln-Bonner Autobahn erbaut, der Innere und Äußere Grüngürtel angelegt und die Ford-Werke angesiedelt. „Erfolge in der Politik erzielt man dadurch, dass man länger sitzen kann als andere“, so Kölns Ehrenbürger Konrad Adenauer.