Cafés
Drallewatsch
... ist sächsisch und bedeutet ausgehen, schwofen. Damit beschreiben die Leipziger ihre Ausgehmeile rund um Barfuß-, Fleischer- und Klostergasse. Hier reiht sich Lokal an Lokal und man findet alles vom gutbürgerlichen Restaurant bis zur Szenekneipe. Im Winter drängt sich die bunt gemischte Gästeschar in den Innenräumen, im Sommer werden die Gässchen zu Freisitzen (wieder ein sächsisches Wort für Biergarten oder Terrasse) und es ist kaum ein Durchkommen. Dabei sollte man nicht den Blick nach oben vergessen, stehen doch hier viele historische Gebäude aus der Renaissance-, Barock- und Gründerzeit.
Gose ...
... ist ein obergäriges Bier, das durch den Zusatz von Kochsalz und Koriander und einen hohen Anteil an biologischer Milchsäure den typischen säuerlichen Geschmack erhält. Der Legende nach soll bereits Kaiser Otto III. um die erste Jahrtausendwende dieses Bier in Goslar getrunken haben, das seinen Namen durch das Harzflüsschen Gose bekommen haben soll. 1332 ist es erstmals urkundlich für das Kloster Ilsenburg erwähnt und verbreitete sich von da aus. 1738 soll Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau die Gose nach Leipzig gebracht haben, wo sie bis in die 1960er-Jahre produziert wurde. Die Gosenschenke Ohne Bedenken war 1986 die erste, die das Leipziger Nationalgetränk wieder ausschenkte und inzwischen ist das Getränk auf vielen Speisekarten zu finden.



