3. Tag

Reiseführer Berlin – Von der Museumsinsel bis zum Alexanderplatz

Mit einem Blick auf Berlin beginnt der Spaziergang, der vorbei am Roten Rathaus durch das älteste Viertel der Stadt führt.

3. Tag – Alex und Scheunenviertel

Alexanderplatz

Start ist der Platz, der seit dem Besuch des Zaren Alexander I. 1805 Alexanderplatz genannt wird. Früher einmal war er einer der lebhaftesten Plätze der Stadt und gab Alfred Döblins berühmtem Roman seinen Namen. In DDR-Zeiten zum sozialistischen Platz umgebaut, wird er seit einigen Jahren umfangreich neu gestaltet. Vieles ist passiert, so fährt wieder die Straßenbahn über den Platz, wurde die Platzfläche
mit dem Brunnen der Völkerfreundschaft und der Weltzeituhr erneuert und haben das Einkaufszentrum Alexa und das Geschäftshaus „die mitte“ eröffnet. Mittelpunkt und mit 368 Metern das höchste Gebäude Deutschlands ist und bleibt der 1969 eröffnete Fernsehturm. Bei guter Sicht kann man im sich drehenden Panoramacafé 40 Kilometer weit sehen.
Haltestelle Alexanderplatz
9-24 Uhr (März-Okt.), 10-24 Uhr (Nov.-Febr.)
www.tv-turm.de

Scheunenviertel

Weiter führt der Spaziergang über die Spree ins Viertel rund um die Hackeschen Höfe, das seinen Namen von den Heu- und Strohscheunen hat, die Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, vor die Mauern der Stadt hatte verlegen lassen.
Heute haben sich im einstigen Hinterhof Berlins, den Alfred Döblin in seinem Roman „Berlin Alexanderplatz“ so eindringlich beschrieben hat, Galerien, Modegeschäfte, kleine Läden, Restaurants, Cafés und Theater niedergelassen. Zu den schönsten Bauwerken gehören die Hackeschen Höfe, ein 10.000 Quadratmeter großes Geflecht aus acht Höfen, dessen Nutzungskonzept aus der Zeit um 1900 mit Handwerksbetrieben, Läden, Amüsierbetrieben und Wohnungen wiederhergestellt ist. Zum schönsten Teil gehört der erste Hof an der Rosenthaler Straße mit seiner bunten Jugendstilfassade aus glasierten Ziegeln. [mehr]

Nikolaiviertel

Nehmen Sie sich Zeit, durch die engen verwinkelten Gassen von Berlins ältestem Viertel zu schlendern. Kleine Läden, Cafés, Kneipen und Restaurants liegen Tür an Tür und spiegeln die Illusion eines Stücks Alt-Berlin wider. [mehr]

Einmal die schönste Frau Berlins zu bewundern und ein Stadttor der „Sieben Weltwunder der Antike“ zu betrachten, das gehört beim Besuch des weltweit einzigartigen Museumsensembles zum Programm.

Ganz gleich, ob Sie sich für schöne Künste, historische Architektur oder für Geschichte interessieren, auf der Museumsinsel ist alles vertreten und hier werden Schätze aus 6.000 Jahren Weltkunst präsentiert. Seitdem der Museumskomplex 1999 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, geht die Restaurierung schrittweise voran. Bis 2025/26 sieht das Areal der Vollendung seines Masterplans entgegen, nach dem die architektonische Autonomie der einzelnen Häuser bestehen bleibt, diese aber durch das neue Eingangsgebäude und die Archäologische Promenade miteinander verbunden und als Museumskomplex erlebbar gemacht werden. [mehr]

Bei mehr als 170 Museen und weltberühmten Kunstschätzen weiß man in Berlin kaum, für welches Museum man sich entscheiden soll. Hier gibt es eine Auswahl.

„3 Tage in“-Tipp: Berliner Unterwelten

Ein Museum der besonderen Art liegt im „Bunker B“ im U-Bahnhof Gesundbrunnen versteckt: Über vier Etagen erstreckt sich in dieser historischen Anlage eine Ausstellung, die über die Geschichte und Entwicklung Berlins aus der unterirdischen Perspektive informiert. Ob der Bombenkrieg und seine Auswirkungen, die Enttrümmerungsarbeiten in der Nachkriegszeit, ob „Rohrpost“, „Brauereien“, „Blinde Tunnel“ oder das Abwassersystem, Ausstellungsstücke, überlieferte Zeitzeugenberichte und moderne Projektionstechnik machen Geschichte lebendig. Zugänglich ist das Museum nur im Rahmen einer Führung durch den Verein Berliner Unterwelten.

Tel. 030/49910517
www.berliner-unterwelten.de