3. Tag

Düsseldorf am dritten Tag

Ein Schloss & ganz viel moderne Kunst

Am Vormittag erleben sie bei einem Ausflug in den Süden der Stadt die barocke Pracht von Schloß Benrath,  einem der architektonischen Glanzpunkte des Rheinlandes. Nachmittags stehen Ikonen der Kunst auf dem Programm: Klassische Moderne im K20 und internationale Kunst der Gegenwart im K21.

Schloss Benrath ...

Der Ausflug in den Süden der Stadt führt zu einem der architektonischen Glanzpunkte des Rheinlandes und lässt Sie die ganze Pracht eines barocken Gesamtkunstwerkes erleben! Wer sehen möchte, wo die feine Gesellschaft im 18. Jahrhundert ihre Jagdfeste feierte, ist im Schloss Benrath am richtigen Platz. Denn kein anderes Baudenkmal aus dieser Epoche ist so gut erhalten, weshalb das aufwendig restaurierte Ensemble von Schloss und Park als ein Kleinod innerhalb der europäischen Architekturgeschichte gilt. Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz hatte das prunkvolle Gebäude samt großem Park bei seinem Hofarchitekten Nicolas de Pigage 1755 als Lustschloss, in Auftrag gegeben. Bis 1771 entstand ein einzigartiges Kunstwerk im Stil des Spätbarocks, das Architektur, Bildhauerei, Malerei, dekorative Künste und Gartenkunst in einer übergreifenden Gestaltungsidee vereint.

„3 Tage in“-Service

... das barocke Kleinod

Der fünfteilige Schlosskomplex mit Hauptgebäude, Kavaliersflügeln und Torgebäuden ist um einen künstlich angelegten Weiher gruppiert und in ein über 600.000 Quadratmeter großes Areal im Stil französischer Gärten eingebettet. Heute sind in den Innenräumen drei Museen untergebracht: Im Corps de Logis, dem Mittelbau der dreiflügeligen Maison de Plaisance, erhalten Besucher Einblick in das Innere dieses Sommersitzes und seine eindrucksvollen höfischen Möbel. Beeindruckend ist der von einer Kuppel überhöhte Festsaal, der erkennen lässt, dass das vermeintlich eineinhalbgeschossige Gebäude in Wirklichkeit über fünf Etagen geht.
Eine besondere Attraktion ist der riesige unter Denkmalschutz stehende Schlosspark, der bis an den Rhein reicht. Bei schönem Wetter sollten Sie hinter dem Skulpturengarten flanieren, dann sehen Sie das Schloss im Wasser des Spiegelweihers. Eindrucksvoll ist das ausgeklügelte Wegesystem im Jagdpark, der durch acht sternförmig angelegteAlleen gegliedert wird. Wer wissen möchte, wie ehemals Obst und Gemüse für das tägliche Leben der Schlossbewohner angebaut wurde, besucht den nach historischem Vorbild wiederhergerichteten Gemüsegarten.

Benrather Schlossallee 100–106 (Benrath)
Schloss Benrath
Di-Fr 10-17 Uhr, Sa-So 11-18 Uhr (Apr.-Okt.)
Di-So 11-17 Uhr (Nov.-März)
www.schloss-benrath.de

K20

Klassische Moderne im K20 am Grabbeplatz und internationale Kunst der Gegenwart im K21 im Ständehaus. Auch wenn nicht gerade eine der erfolgreichen Sonderausstellungen läuft, zieht der schwarze Granitbau aus den 1980er-Jahren alle Besucherströme magisch an. Denn in der Tageslichtgalerie mit hellen gro.en Ausstellungsr.umen ist eine renommierte Sammlung zu sehen, die in der internationalen Museumswelt hohes Ansehen besitzt. Ob Fauvismus, Expressionismus oder Kubismus, Dadaismus, Surrealismus oder Bauhaus - alle Str.mungen und ihre Künstler, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts radikal mit der traditionellen Bildvorstellung brachen, sind vertreten. Grundstein waren 88 Arbeiten von Paul Klee aus einer amerikanischen Privatsammlung und so kann man hier heute einen einzigartigen Einblick in die nahezu unerschöpfliche Kreativität dieses Künstlers gewinnen. Picassos Oeuvre wird anhand von zwölf Arbeiten aus fast allen wichtigen Schaffensphasen des Künstlers dokumentiert und die surrealistische Malerei ist durch Werke von Max Ernst, Rene Magritte, Joan Miró und Salvador Dali vertreten.

K21

Wo nach dem Zweiten Weltkrieg der nordrhein-westfälische Landtag debattierte, präsentiert das K21 heute im spektakulär umgebauten historischen Ambiente des Ständehauses auf 5.300 Quadratmetern unter einem gläsernen Kuppeldach Kunst der Gegenwart. Sozusagen als Fortsetzung des Programms im K20 hat es sich das Museum zur Aufgabe gemacht, internationale zeitgenössische Kunst mittels Sammlung und Sonderausstellungen darzustellen. Dabei finden ältere Werke, die deutlich auf Modernes und Zukünftiges verweisen, ebenso Platz wie zeitgenössische Innovationen.

Ob Reinhard Muchas monumentale Installation „Deutschlandgerät“, die im Jahr der Wiedervereinigung für den deutschen Pavillon zur 44. Biennale in Venedig entstanden ist, oder Juan Muñoz’ „Konversationsstücke“, die 27 identische Figuren in einer lebhaften Kommunikation zeigen, Rauminstallationen und Künstlerräume machen den besonderen Reiz des K21 aus.

Ständehausstraße 1 (Carlstadt), Haltestelle Graf-Adolf-Platz, Di-So 10-18 Uhr, jeden 1. Mi im Monat 10-22 Uhr,www.kunstsammlung.de