Regierungsviertel

Auf dem Weg der Demokratie

Ein Bummel durch das ehemalige Regierungsviertel

Bei diesem Spaziergang steht nicht nur Politik auf dem Programm. Zuerst beschäftigen Sie sich mit der Artenvielfalt auf der Erde, wandeln dann auf den historischen Spuren der Bundesrepublik und zuletzt besuchen Sie Bauten der „provisorischen“ Hauptstadt.

 

 

Museum Koenig

Das Naturkundemuseum der Stadt Bonn

Die Villa Hammerschmidt

Die Villa Hammerschmidt ist noch heute der Amtssitz des Bundespräsidenten, wenn er sich in Bonn aufhält.

Das Palais Schaumburg

Der Amtssitz des Bundeskanzlers in Bonn wird nur noch selten für offizielle Anlässe genutzt.

Bundeskanzleramt

Die ehemalige Schaltzentrale der rheinischen Republik. Hier regierten die Bundeskanzler Helmut Schmidt und Helmut Kohl.

Kanzlerbungalow

Hier „wohnte“ in den letzten Jahren der Bonner Republik der Bundeskanzler.

Tulpenfeld

In die Geschichte eingegangen ist das Tulpenfeld – ein Bürokomplex, der in den 1960er-Jahren auf einem bislang landwirtschaftlich genutzten Areal errichtet wurde – durch die seit 1968 hier stattfindenden Bundespressekonferenzen. Dieser Zusammenschluss von Parlamentskorrespondenten, 1949 als regierungsunabhängige Institution gegründet, veranstaltet Pressekonferenzen mit wichtigen Personen aus Politik, Wirtschaft und Kultur, darunter dreimal pro Woche zu fixen Terminen die Regierungspressekonferenzen. Bis zum 4. August 1999 fanden diese in dem an beiden Längsseiten verglasten Saal des Pressehauses statt, der heute noch als Außenstelle dient. Ansonsten sitzen heute in dem Bürokomplex die Bundesnetzagentur und entwicklungspolitische Organisationen.

Bundeshaus mit Plenarsaal

In diesem Gebäudekomplex hat sich am 1. September 1948 der Parlamentarische Rat konstituiert und nach nur acht Monaten das Grundgesetz am 23. Mai 1949 verabschiedet ...

Deutsche Welle

Der Schürmannbau zu Füßen des Langen Eugens und des Post Towers, der ursprünglich als Erweiterung des Abgeordnetenhochhauses geplant und nach der Unterspülung durch das Jahrhunderthochwasser von 1993 zunächst nicht weitergebaut wurde, ist seit 2003 Sitz der Deutschen Welle. Als mediale Stimme Deutschlands in der Welt strahlt sie ihr Programm in über 30 Sprachen via Fernsehen, Internet und Radio aus. Ausschließlich aus Steuergeldern finanziert, soll die Deutsche Welle Ereignisse und Entwicklungen in Deutschland und der Welt aus deutscher Sicht darstellen und damit das Verständnis zwischen den Kulturen und Völkern fördern. 

www.dw.de

Wasserwerk

364 Bundestagssitzungen haben hier stattgefunden, darunter die historische am 20. Juni 1991, auf der der Beschluss zum Umzug von Bundestag und Bundesregierung nach Berlin gefasst wurde. Wer das Pumpenhaus des ehemaligen Gronauer Wasserwerks aus dem Jahr 1892 betritt, heute ebenfalls ein Teil des World Conference Centers Bonn, wird sich über die Enge wundern. Aber der Bau eignete sich aufgrund seiner Lage wunderbar als Ausweichquartier während des Neubaus des Plenarsaals. Deshalb nahmen die Parlamentarier die beengten Sitzverhältnisse in Kauf, selbst als nach der Wiedervereinigung 1990 noch Plätze für die zusätzlichen 144 Abgeordneten aus den neuen Bundesländern geschaffen werden mussten.

Platz der Nationen 2 (Museumsmeile)
Besuch nur im Rahmen einer Führung möglich

Langer Eugen

Direkt gegenüber steht das ehemalige Abgeordnetenhaus des Deutschen Bundestages, das 1969 nach den Plänen des Architekten Egon Eiermann errichtet worden ist und lange Zeit mit seinen 114,70 Metern das höchste Wahrzeichen Bonns war. Im Volksmund wird es nur der „Lange Eugen“ genannt, in Anspielung auf die geringe Körpergröße des damaligen Bundestagspräsidenten Eugen Gerstenmeyer, der den 29-stöckigen Bau engagiert gefördert hatte. Heute ist er das Zentrum des UN-Campus, wie die drei großen blau-weißen Leuchtembleme schon von Weitem zeigen.

Hermann-Ehlers-Straße 10