Kaiserswerth

Kaiserswerth

Ausflug in die ehemalige Reichsstadt

Mutterhaus

Zu den bekanntesten Häusern zählt das Mutterhaus: Hier richteten der evangelische Pfarrer Theodor Fliedner und seine Frau Friederike 1836 ein Krankenhaus ein und begründeten damit die erste Diakonissenanstalt der Welt. An diesem Ort erlernten unverheiratete Frauen einen Beruf in der Krankenpflege oder Erziehungsarbeit und lebten gleichzeitig als Diakonissen in einer Glaubens- und Lebensgemeinschaft zusammen.

Markt

Am Marktplatz steht gegenüber dem berühmten Sternerestaurant „Im Schiffchen“ das alte Zollhaus mit der Figur des Geld zählenden Zöllners, das als einziges den Zerstörungen im Spanischen Erbfolgekrieg entgangen ist. Von der Turmstube im rückwärtigen Treppenanbau kontrollierten einst die Zöllner den Schiffsverkehr auf dem Rhein. Heute kommen hier die Schiffe aus Düsseldorf an.

Romanisches Haus

Über die Dauzenbergstraße gelangen Sie zum Suitbertus-Stiftsplatz. Werfen Sie an der Ostecke einen Blick auf den Tuffsteinbau aus dem 13. Jahrhundert: Mit den romanischen Fenster an der Ostseite und dem Stufengiebel gehört der frühere Wohnsitz eines Stiftsherrn zu den bedeutendsten Wohnbauten aus romanischer Zeit.

Epitaph

An der Ostseite der Basilika sehen Sie ein Epitaph, das der Düsseldorfer Künstler Bert Gerresheim zum 400. Geburtstag von Friedrich Spee geschaffen hat. Es ehrt den in Kaiserswerth geborenen katholischen Theologen und Jesuiten (1591–1635), der sich in seiner Schrift „Cantio Criminalis“ gegen die Hexenverfolgung und Folter als Mittel der Wahrheitsfindung ausgesprochen hat.

Kaiserpfalz

Direkt am Rheinufer erhebt sich die malerische Ruine der Kaiserpfalz. Das einstige Wahrzeichen kaiserlicher Macht ist 1702 im Spanischen Erbfolgekrieg weitestgehend zerstört worden und diente lange Zeit als Steinbruch. Noch heute geben die Ruinen eine Vorstellung von der einst gigantischen Anlage, die – wie auf dem Portalstein zu lesen ist – von Kaiser

Friedrich Barbarossa in den Jahren 1174–1184 erbaut worden ist. Neben den Fundamenten des großen Bergfrieds (Burgturms) beeindrucken die fast vier Meter dicken Mauern der halbkreisförmigen Festung, die so gut wie uneinnehmbar war.

9-18 Uhr (Karfreitag-Okt.), www.kaiserpfalz-kaiserswerth.de

Büsten

Die fünf Büsten in der Gartenanlage gegenüber der Pfalz erinnern an berühmte

Kaiserswerther Bürger: an den Pfarrer und Autor Caspar Ulenberg (1584–1617), den katholischen Theologen Friedrich Spee (1591–1635), den Dichter Herbert Eulenberg (1876–1949), der sich dem Anpassungsdruck der Nationalsozialisten erfolgreich widersetzte, an Theodor Fliedner (1800–1964), den Begründer der Diakonissenanstalt, oder an Florence Nightingale.

St. Suitbertus

Inmitten schattiger Bäume liegt die spätromanische Kirche St. Suitbertus, die

auf die Klostergründung des englischen Wanderbischofs Suitbertus um das Jahr 700 zurückgeht und im 13. Jahrhundert zur dreischiffigen Pfeilerbasilika

umgebaut wurde. Kostbarstes Stück des Kirchenschatzes ist der Suitbertus-

Schrein, in dem seit 1264 die Gebeine des im 9. Jahrhundert heilig gesprochenen Bischofs aufbewahrt werden. Auf der Schmalseite werden die Anfänge der Klostergründung erzählt, denn sie zeigt neben dem thronenden Suitbertus den fränkischen Hausmeier Pippin und seine Gemahlin Plektrudis, die dem Wanderbischof Kaiserswerth schenkten.

Schiffstour

Vom Wasser aus hat man immer noch den schönsten Blick auf eine Stadt und deshalb sollte für Düsseldorfbesucher eine Schiffstour auf dem Programm stehen. Ob beim Frühschoppen, bei Kaffee und Kuchen, einem netten Essen, mit Musik und Tanz oder einfach nur so: Sie können wählen zwischen einer Tour entlang der Düsseldorfer Altstadt bis in den neuen MedienHafen mit seinen spektakulären Bauten oder vom Landtag aus vorbei an Rheinufer und Messe bis hin zur Kaiserswerther Kaiserpfalz.

Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrt AG

Tel. 0221/2088318

www.k-d.com

Weiße Flotte

Düsseldorf GmbH

Tel. 0211/308672 oder 326124

www.w-flotte.de