3. Tag

Hamburg am dritten Tag – Am Wasser und auf der Kunstmeile

Am dritten Tag – An und auf der Elbe

Beim Besuch des Hamburger Hafens erfährt man etwas von gelebter Seemannskultur. Große und kleine Schiffe, Menschen in Eile, Menschen mit Muße, ein flotter Spruch und natürlich die Elbe. In den Hafenbecken, im Fleet oder am Ufer – die Elbe bestimmt den Rytmus des Hafens und er umliegenden Viertel. Wer dann einmal das Wasser über hat, besucht am Nachmittag die Kunstmeile Kunstmeile, die quer durch alle Medien zeitgenössische und historische Kunst in Hülle und Fülle präsentiert.

Wellen, der Geruch von Salz, Brackwasser und der weiten Welt, Kräne, Containerschiffe, Ozeanriesen und kleine Barkassen, Seemannsgarn und flotte Sprüche gehören zum Programm der Hafenrundfahrt. Oder Sie lernen auf der Tour nach Finkenwerder die verschiedenen Seiten der Stadt kennen.

Einmal Finkenwerder und zurück

Eine Alternative zur Hafenrundfahrt ist die knapp einstündige Schiffstour vorbei an Övelgönne und der Elbchaussee. Von den Landungsbrücken geht es los mit der Linie 62 ab Brücke 3. Erster Haltepunkt ist das futuristische Dockland-Haus des Architekten Hadi Teherani. Das Bürohaus aus Stahl und Glas ragt wie ein Schiffsbug 40 Meter weit in die Elbe. Bei schönem Wetter haben Sie einen atemberaubenden Blick über Fluss und Hafen von der Aussichtsfläche auf dem Dach.
Vorbei an gläsernen Kranhäusern fährt das Schiff weiter bis zum Museumshafen Oevelgönne. Dieser ehrenamtlich betriebene Hafen ist ein Eldorado für Liebhaber alter Schiffe: Die 30 originalgetreu restaurierten Plattbodenschiffe, Dampfschlepper und Barkassen, das Feuerschiff, der Hafenschiffskran oder die Personalfähre sind nämlich nicht nur zu besichtigen, sondern auch noch fahrtüchtig ... [mehr]

Hamburgs Kunstmeile

Auf Hamburgs Kunstmeile müssen Sie sich entscheiden, denn sie präsentiert quer durch alle Medien zeitgenössische und historische Kunst.

Museum für Kunst und Gewerbe

Weil der Jurist und Kunstkritiker Justus Brinckmann den „Geschmack der Bevölkerung bilden“ und das künstlerische Niveau des Handwerks steigern wollte, gründete er 1877 im Erdgeschoss des Schulbaus am Steintor das Museum für Kunst und Gewerbe. Heute zählt es zu den führenden Zentren für Kunst, Kunsthandwerk und Design in Europa. Seine Sammlungen von der Antike bis zur Gegenwart sind so hochkarätig und umfangreich, seine Sonderausstellungen so interessant und spannend inszeniert, dass man mit einem Besuch nicht auskommt. Ob das Pariser Zimmer, der Schümann-Flügel mit der weltberühmten Sammlung historischer Tasteninstrumente oder der neoklassizistische Spiegelsaal aus dem ehemaligen Budge-Palais, die Auswahl fällt schwer.

Steintorplatz
Haltestelle Hauptbahnhof
Di-Mi, Fr-So 11-18 Uhr, Do 11-21 Uhr
www.mkg-hamburg.de

Ob Meister Bertram oder Richard Serra, die Hamburger Kunsthalle ist eines der wenigen Museen, in denen man durch sieben Jahrhunderte Kunstgeschichte wandeln, Zusammenhänge entdecken und neue Einblicke gewinnen kann. Und bei jedem Besuch gibt es Neues zu entdecken, denn die Entwicklungen der Kunst vom Mittelalter bis heute werden in wechselnden Präsentationen der Sammlungsbestände gezeigt.

Liebhaber der alten Meister beginnen im Kuppelbau des späten 19. Jahrhunderts mit dem Prunkstück der Abteilung, dem berühmten gotischen Wandelaltar, den Meister Bertram für die Hamburger Petrikirche geschaffen hatte. Nicht minder berühmt sind die Sammlung zur Malerei des 19. Jahrhunderts und die Galerie der Klassischen Moderne, in der Werke von Corinth, Beckmann, Kokoschka, den Künstlern der Brücke und des Bauhauses über Picasso oder Robert bis hin zu Arp und Moholy-Nagy die ganze Vielfalt der künstlerischen Moderne präsentieren. Liebhaber von Zeichnungen und Druckgrafik kommen am Kupferstichkabinett nicht vorbei, das mit seinen mehr als 100.000 qualitätvollen Blättern zu den bedeutenden europäischen Sammlungen zählt ...

Deichtorhallen

Unbedingt einen Besuch wert sind die beiden historischen Hallen aus den Jahren 1911 bis 1914 auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Bahnhofs, des Hamburger Gegenstücks zum „Hamburger Bahnhof“ in Berlin. Als offene Stahlkonstruktionen zeigen sie anschaulich die Industriearchitektur der Übergangsperiode vom Jugendstil zur Moderne. Heute dienen die ehemaligen Markthallen als Ausstellungsfläche für Fotografie und zeitgenössische Kunst.. [mehr]

Kunstverein

Hier konnte man schon Caspar David Friedrich, Arnold Böcklin oder Francis Bacon in Einzelausstellungen sehen, als diese Künstler noch keinen Weltruhm genossen. Denn der Kunstverein Hamburg ist einer der ältesten in Deutschland und widmet sich seit 1817 der Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Und so lockt er in der ehemaligen Markthalle zwischen Deichtorhallen und Hamburger Kunsthalle immer wieder mit spannenden Ausstellungen zu aktuellen Tendenzen in der Kunst und zu gesellschaftlich relevanten Themen.

Klosterwall 23
Tel. 040/322157
Di-So 11-18 Uhr,
Führung: Do 17 Uhr
www.kunstverein.de