Wien 2. Tag

Reiseführer Wien – Naschmarkt und Wiener Secession

Der zweite Tag in der City – Erlebnisse

Der Tag beginnt mit einem Frühstück auf Wiens schönstem Markt, wo Sie Spezialitäten aus aller Welt kosten und bei einem Melange die neuesten Geschichten austauschen können. Umgeben sind Sie dabei von einer der schönsten Straßen Wiens, der Wienzeile. Die prachtvollen Wohnhäuser und der U-Bahnhof Kettenbrückengasse sind ein beredtes Zeugnis für den nachhaltigen Einfluss, den der Wiener Jugendstil auf die großen Städte Westeuropas gehabt hat.

Der Naschmarkt

Zu den schönsten Wienerlebnissen zählt bei sonnigem Wetter ein Frühstück am frühen Morgen auf dem Naschmarkt. Vom Rand des Karlsplatzes bis zur U-Bahn-Station Kettenbrückengasse erstreckt sich der quirlig bunte Markt, der Besucher in ein multikulturelles Spezialitätenparadies eintauchen lässt. Händler aus aller Welt bieten jede Menge exotische und einheimische Spezialitäten an. Ob Obst und Gemüse, Fleisch, Käse, Backwaren, Gewürze oder Lebensmittel, das Angebot quillt über und immer wieder wird zu Kostproben eingeladen.

Hier fühlt man sich wirklich auf einem Naschmarkt, auch wenn sich der Name vermutlich aus der Frühzeit als Obst- und Gemüsemarkt von damals exotischen Süßigkeiten und Waren, etwa in Zucker eingelegte Orangenschalen und Datteln, ableitet. Neben dem Hauptgang haben viele Cafés und Restaurants geöffnet, in denen man drinnen wie draußen von Kebab über asiatische Küche bis hin zu Austern und Hummer alles verköstigen kann.

Samstags beginnt hinter der U-Bahn-Station Kettenbrückengasse ein riesengroßer Flohmarkt von privaten wie gewerblichen Verkäufern, auf dem von Kunst und Antiquitäten über Hausrat bis hin zu Büchern und Musikalien fast alles angeboten wird.

Mo-Fr 6-18.30 Uhr, Sa 6-17 Uhr
Flohmarkt Sa 6.30-18 Uhr

Die Wienzeile

Beiderseits des Naschmarkts an der sogenannten Wienzeile gibt es prachtvolle Architektur zu bewundern. Besonders ins Auge fallen die Jugendstilbauten Otto Wagners an der Linken Wienzeile: Berühmt ist das Majolikahaus in der Nr. 40: Die Fassade ist mit zinnglasierten Keramikplatten (Majolika) verkleidet, die mit floralen Motiven geschmückt sind. Weil die Fliesen witterungsbeständig, pflegeleicht und leicht sauber zu halten waren, entsprachen sie Wagners Vorstellungen von Hygiene und damit von Moderne.

Daneben an der Ecke zur Köstlergasse liegt das weiß verputzte Haus Nr. 38, das mit goldenen Medaillons und anderen Ornamenten von Kohlmann Moser verziert ist und auf dessen Dach die Skulptur der Ruferinnen thront.

Ganz zu Beginn der Linken Wienzeile, in der Nr. 6, liegt mit dem Theater an der Wien eine der traditionsreichsten Wiener Bühnen. Hier wurden beispielsweise Beethovens Fidelio (1805), die Eroica und viele seiner Orchesterwerke oder Johann Strauß' Fledermaus (1874) uraufgeführt. An diese Frühzeit erinnert noch das Papagenotor in der Millöckergasse. Heute ist es das dritte Opernhaus der Stadt, das neben dem Schwerpunkt Mozart und Wiener Klassik barocke und zeitgenössische Opern aufführt.

Das Gebäude der Secession

Ein großer goldener Lorbeerball aus 3.000 vergoldeten Blättern und 700 Beeren markiert den bedeutendsten Jugendstilbau der Stadt: Im Auftrag der Secessionisten errichtete Joseph Maria Oberich 1898 das Ausstellungsgebäude, das einen bewussten Kontrapunkt zum Historismus der Ringstraße setzen sollte. Doch die neue Formensprache – die strenge Geometrie und die kubischen Formen – fand bei den Zeitgenossen wenig Anklang. Als „Tempel für Laubfrösche“ wurde er bezeichnet, die Kuppel als „goldenes Krauthappl“ verunglimpft – ungeachtet des Leitmotivs über dem Portal „Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit“.

Mit dem Wahlspruch links neben der Eingangstür „Ver Sacrum“ (Heiliger Frühling) brachten die Künstler ihre Hoffnung auf eine neue Kunstblüte zum Ausdruck. Symbole der Göttin Pallas Athena, die drei Gorgonenhäupter im Eingangsbereich und die Eulen die Seitenfronten, repräsentieren die handwerklichen Künste. Bis heute dient das Haus als Ausstellungsgebäude für zeitgenössische Kunst und lädt zu rund 20 Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstler im Jahr ein.

Wiener Secession

Friedrichstraße 12
Tel. +43/1/58753 07
Di-So 10-18 Uhr 

www.secession.at

Bummeln und Shoppen

Einkaufen in Wien macht richtig Spaß! Ob elegante Shoppingmeilen rund um Graben und Kohlmarkt oder hippe Einkaufsstraßen wie Kärntner Straße und Mariahilferstraße, ob Designerstore, elegante Boutique oder altehrwürdiges Geschäft, in dem schon der Kaiser höchstpersönlich arbeiten ließ: In der Wiener Innenstadt und den angrenzenden Bezirken kann man ohne Ende bummeln und shoppen.

Einkaufstipps

Shoppingadressen

Restaurants in Wien

Die Wiener Küche ist so vielfältig wie in jeder Weltstadt. Daher lohnt es sich besonders, die spezifischen Wiener Traditionen zu genießen: Natürlich die exquisiten Mehlspeisen im „Caféhaus“, aber auch das „Beisl“ mit seiner eher deftigen Küche kann ein außergewöhnliches Erlebnis sein.

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