Wien 3. Tag

Reiseführer Wien – Schloss Schönbrunn und ganz viel Kunst

Der dritte Tag in der City – Ausflüge

Der dritte Tag in Wien dient vor allem der Entspannung. Vormittags besuchen Sie die kaiserliche Sommerresidenz, das Schloss Schönbrunn. Nach der Besichtigung der prunkvollen Gemächer bummeln Sie durch den wundervollen Park und den Tiergarten. Und über Mittag genießen Sie Ihr Mittagessen im Kaiserpavillon. Wieder zurück in der City stehen am Nachmittag das Kunsthistorische und das Naturhistorische Museum auf dem Programm.

Der Ausflug in die Sommerresidenz der Habsburger führt zu einem Weltkulturerbe und in eine der schönsten Barockanlagen Europas. Sie besichtigen die kaiserlichen Privatgemächer und Repräsentationsräume, spazieren durch eine barocke Parklandschaft und den ältesten Tiergarten der Welt.

„Welch' schöner Brunn“ soll Kaiser Matthias gerufen haben, als er 1619 bei einem seiner Jagdausflüge einen Brunnen entdeckte, und damit war der Name geboren. Schönbrunn heißt das Schloss, seitdem die Frau Kaiser Ferdinands II. auf dem seit 1569 im Besitz der Habsburger befindlichen Areal ein erstes Lustschloss hat anlegen lassen.

Nach den Zerstörungen durch die Türkenbelagerung beauftragte Kaiser Leopold I. Bernhard Fischer von Erlach mit dem Neubau eines Jagdschlosses für den Thronfolger Joseph I., der ein halbes Jahrhundert später unter Kaiserin Maria Theresia im Rokokostil umgestaltet und zum glanzvollen Mittelpunkt höfischen Lebens wurde.

Eine neue Glanzzeit erlebte es unter Franz Joseph I. Der Kaiser war 1830 in Schönbrunn geboren und Zeit seines Lebens war das Schloss sein Lieblingswohnsitz. Nachdem Karl I. im Blauen Chinesischen Salon seinen Regierungsverzicht unterschrieben hatte, kam die Schlossanlage in staatlichen Besitz und gehört seit 1996 zum Weltkulturerbe ...

Das Kunsthistorische Museum

Schon wenn man in das Museum eintritt und die prachtvolle Treppe vorbei an Canovas meisterhafter Theseusgrupe bis zur Kuppelhalle hinaufschreitet, die Lünettenbilder von Hans Makart und die Zwickelbilder von Ernst und Gustav Klimt bewundert, ahnt man, das dieses Haus voller Kunstschätze ist.

Mit Objekten aus sieben Jahrtausenden, mit Hauptwerken von Rubens, Rembrandt, Raffael, Vermeer, Velázquez, Tizian und Dürer und der größten Bruegel-Sammlung weltweit zählt das Kunsthistorische zu den bedeutendsten Museen der Welt. Und so sind hier ägyptische Sphinxe ebenso zu sehen wie die berühmte antike Gemma Augustea, Rafaels Madonna im Grünen oder Bruegels Turmbau zu Babel.

Zurück geht diese kostbare Sammlung auf die Kaiser und Erzherzöge aus dem Hause Habsburg, die über Jahrhunderte herausragende Kunstgegenstände sammelten, um das gesamte Wissen der damaligen Zeit zu erfassen. Wie groß die Sammelleidenschaft war, spiegelt vor allem die prachtvolle Kunstkammer mit ihrer einzigartigen Sammlung von Goldschmiede-, Elfenbein- und Edelsteinarbeiten, Exotika, Uhren und Automaten wider, die zugleich zahllose Geschichten über ihre Schöpfer und Sammler, aber auch über die Herrscher aus dieser Dynastie erzählt.

Kunsthistorisches Museum
Maria-Theresien-Platz (1. Innere Stadt)
+43/1/525240
Haltestelle Volkstheater
Di-Mi, Fr-So 10-18 Uhr, Do 10-21 Uhr
Juni-Aug. auch Mo 10-18 Uhr
www.khm.at

 

 

Das Naturhistorische Museum

„Dem Reiche der Natur und seiner Erforschung“ steht in goldenen Buchstaben unter der Kuppel des Naturhistorischen Museums, das bis heute Museum und Forschungsstätte zugleich ist. Die historische Architektur und ihre prachtvolle Ausstattung bilden den Rahmen für eine der größten Naturaliensammlungen der Welt, die von Kaiser Franz Stephan von Lothringen, dem Ehemann Maria Theresias, gegründet worden war. Heute ist sie auf mehr als 25 Millionen Objekte angewachsen und zählt zu den bedeutendsten Naturmuseen weltweit.

Wer sich für Mineralien und Edelsteine, für Dinosaurier, urzeitliche Funde oder seltene Tierpräparate interessiert, für den ist die „Kathedrale der Naturwissenschaft“ ein Muss. Dabei beherbergt diese so viele herausragende Schätze wie die 25.000 Jahre alte Venus von Willendorf, die riesigen Saurierskelette, die weltweit größte und älteste Meteoritenschausammlung oder Theresias einzigartigen Edelsteinstrauß, dass eine Auswahl schwerfällt. Eines der Highlights ist das neue Digitale Planetarium, in dem hochauflösende Simulationen des Nachthimmels auf die Innenkuppel gezaubert und Filme gezeigt werden.

Naturhistorisches Museum
Burgring 7
+43/1/52177512
Haltestelle Volkstheater
Do-Mo 9-18.30 Uhr, Mi 9-21 Uhr
www.nhm-wien.ac.at

 

 

„3 Tage in“-Service: Museen

Eigentlich ist die gesamte Altstadt von Wien ein großes, sich selbst inszenierendes Museum. Darüber hinaus bietet die Stadt aber natürlich noch eine Fülle von Museen, die alle einen Besuch lohnen.

Adressen

Wenn Sie Interessantes über Architektur und Geschichte des Naturhistorischen Museums erfahren und einen Blick über das Stadtzentrum und die Ringstraße werfen möchten, buchen Sie die Führung „Über den Dächern Wiens“.
www.nhm-wien.ac.at/veranstaltungsprogramm

„Der Tod, das muss ein Wiener sein“

So sang einst Georg Kreisler und beschrieb damit Wiens besondere Beziehung zum Tod, werden doch hier üppige Begräbnisse als „a schöne Leich“ bezeichnet. Auf den Friedhöfen der Stadt kann man prächtige Mausoleen wie melancholische Steinskulpturen sehen. Größter Friedhof Europas ist der Zentralfriedhof, zwei Quadratkilometer groß, mit 330.000 Grabstellen, wo berühmte Persönlichkeiten wie Johann Strauß, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert oder Arthur Schnitzler begraben sind (Simmeringer Hauptstraße 234). Ein verstecktes Kleinod ist der alte jüdische Friedhof mit den prachtvollen und imposanten Grabdenkmäler jüdischer Familien des 19. Jahrhunderts (Seegasse 9).
www.friedhoefewien.at